Prof. Pflege

Hundepflege?…..

 

Die Pflege Ihres besten Freundes ist genauso wichtig
wie der tägliche Spaziergang. Sie ist unumgänglich um Ihr Tier gesund, fit und voller
Lebendsfreude zuhalten.
Damit das so bleibt, freue ich mich Sie in meinem Hundesalon begrüßen zu dürfen.
Um Ihrem Liebling den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, nehme ich mir
individuell Zeit und profitiere von meiner Erfahrung als Tiermedizinische Fachangestellte.
Selbstverständlich verzichte ich auf Galgen und Fönbox.
Ihr Hund soll seinen artgerechten Bedürfnissen nach liebevoll gepflegt und betreut werden.
Von klein an ist es deshalb wichtig, Ihren Hund mit der Pflege seines Fells vertraut zu machen.
Gerne stehe ich Ihnen mit Rat und Tat zur Seite!

  …Wellness….Natürlich!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch regelmäßiges Bürsten und Kämmen wird der Kreislauf und die Durchblutung der Haut angeregt. Staub, Schmutz und Schuppen werden entfernt und die Haut kann besser atmen und ihrer Schutzaufgabe naturgemäß nachgehen. Das Fellkleid wird durch die Pflege vor Verfilzungen und Verknotungen geschützt (diese fügen dem Hund erheblichen Schaden zu je nach Grad der Verfilzung).

 

 

 

Stockhaar:

„Aus mittellangen Grannenhaaren und dichter Unterwolle gebildetes Haarkleid bestimmter Hunde (z. B. des Schäferhundes)“

Das Fell dieser Hunde ist dicht, harsch, gerade und fester anliegend. Sie haaren erstaunlich viel und das Fell “haftet” sehr gut an der Kleidung. Hunde, welche diesen Felltyp besitzen müssen regelmäßig die Unterwolle entfernt bekommen. Diesen Vorgang nennt man “Carding”. Siehe Hunde mit Unterwolle.

Bei diesem Felltyp emphielt sich das runterscheren keinesfalls, da es dem Hund auf Dauer keine Erleichterung bietet (siehe Haarkleid mit Unterwolle). Das Fell dieser Hunde ist unterschiedlich  kurz oder länger, dicht, harsch, gerade und fest anliegend. Sie besitzen meinst sehr viel Unterwolle und guten Fellwechsel.

Rassen mit diesem Fell: z.B Labrador Retriever, Schäferhund

 

Kurzhaar bzw. Glatthaar:

Es besteht aus einer dichte Decke aus kurzen, kräftigen Deckhaaren und sehr wenig Unterwolle. Manchmal fehlt diese völlig. Das Haar liegt eng und geschlossen an. Jede „Offenheit“ wäre ein Fehler.

Nach erster Überlegung meint man sicher, damit eine absolut „pflegeleichte“ Rasse zu haben. Das ist weitgehend richtig. Trotzdem bleiben auch kurzhaarige Rassen nicht vom Haarwechsel verschont. Die kurzen, aber sehr festen, dicken Haare bohren sich mit Vorliebe in jeden Teppich und in jedes Kleidungsstück und widersetzen sich hartnäckig dem Fusselroller. Am besten schafft das noch ein guter Staubsauger. Die meiste Zeit des Jahres hat man mit dem Kurzhaarigen natürlich einen ziemlich „pflegeleichten“ Hausgenossen.

Im Winter sollten Besitzer dieser Rassen sollten besonders darauf achten, dass ihr Hund warm genug untergebracht ist. Im Freien und zu Spaziergängen soll er sich viel bewegen, um das Fehlen des dicken Pelzes etwas auszugleichen. Sollte dies nihct ausreichen, ist es keinesfalls falsch auch mal einen „Mantel“ anzuziehen, z.B. bei alten oder kranken Hunden, welche sich nicht mehr so viel bewegen.

Rassen mit diesem Fell: z.B. Dobermann, Doggen, Boxer, Bullterrier, Glatthaar- Foxterrier und Kurzhaar- Teckel

 

Rauhaar bzw. Drahthaar:

Dieser Felltyp ist in seiner Strucktur sehr rau, drahtig und dicht. Sein Fell muss regelmäßig getrimmt werden, denn das Deckhaar stibt ab einer gewissen länge ab. Hierbei wird nicht, wie von vielen angenommen, das Fell einfach herausgerissen(wie beim Augenbrauen zupfen)  im Gegenteil, das abgestorbene, raue, noch leicht in der Haut sitzende tote Haar wird vorsichtig herausgezupft. Schert man es nur runter, bleiben diese losen Haare in der Haut und es können Hautentzündungen, Juckreiz usw. entstehen. Im schlimmsten Fall kann sogar fälschlicherweise eine “unspezifische Allergie” angenommen werden. Auch dieser Felltyp besitzt Unterwolle, allerdings Rassespezifisch unterschiedlich stark ausgeprägt. Durch Hochzuchten besitzen einige dieser eigendlich Rauhaarassen kaum noch raues Haar, es ist zu weich gezüchtet worden ( zB. viele West Highland Terrier), bei diesen Hunden ist es manchmal möglich, dass weiche Fell zurück zu trimmen, allerdings sollte man dies genau abwägen und es dann erst ggf. versuchen. Im folgenden ist das Haarwachstum dieses Felltyps nochmal genauer beschrieben…..

Rassen mit diesem Fell: z.B viele Terrier ( Airedale Terrier, Foxterrier…), Schnauzer oder Rauhaardackel usw.

Zum Trimmen-Das Haar:

Trimmfell ist ein so genannter Rolling Coat. Dieses Fell besteht aus zwei Deckschichten, dem Haupt- und Nebenhaar und einer Unterwollschicht. Das Haupthaar wird in der Telogenphaseentnommen (“getrimmt”, per Hand oder mit einem Trimmmesser).

Man nennt den Haarbalg zu diesem Zeitpunkt völlig atrophisch: das Haar ist nach oben verschoben und eine neue Haarmatrix beginnt sich zu bilden.

Deshalb tut das Trimmen auch nicht weh, da das zuletzt nur noch locker in der Haut sitzenden Telogenhaar hauptsächlich durch mechanische Einflüsse (Eigenschrubbern oder Trimmen) einfach entnommen werden kann.

Deshalb bezeichnen wir unsere Fellpflege auch natürliche Fellpflege. Je nach Anlage des Fells ist ein Trimmen alle 12-16Wochen empfehlenswert. Teiltrimmen macht hierbei keinen Sinn, da man sonst keine gleichmäßige Decke erhält, sondern im Zweifel eine löchrige, nicht schützende Fellschicht ensteht.

Ein Abscheren dieser Fellart hätte fatale Folgen: Die Haarmatrix würde keinen Impuls bekommen, ein neues Haar zu bilden und verkümmert, wenn das Haar nicht entnommen wird. Abgeschorenes Fell kann nicht mehr herausfallen und verstopft die Haarwurzel, die ihre Produktion einstellt. Das dreischichtige Fell wird nach kurzer Zeit einschichtig, fein und seidig und schützt die Hundehaut bei diesen Rassen nicht mehr. Die Farben verlieren sich auch sofort. Dieser Vorgang – auch einmalig – ist nur in seltenen Fällen wieder rückgängig zu machen.

 

Haarkleid ohne Unterwolle:

Dieser Felltyp hat keinen Fellwechsel und kann deshalb problemlos geschnitten bzw. geschoren werden. Sie sind zudem auch perfekt für Allergiker geeignet, da sie nicht haaren. Leider neigt dieses Fell, durch seine Feinheit und Weichheit, zur Verfilzungen, welche schnell beseitigt werden müssen. Tägliches DURCHKÄMMEN von der Haut an (also nicht nur obendrauf) ist deshalb unumgänglich und sollte jedem Hundebesitzer vor dem Kauf solcher Rassen bewusst sein!

Winter: siehe Glatthaar/ Kurzhaar

Rassen mit diesem Fell: z.B Afgahne, Pudel, Malteser, Bolonka Zwetna, Yorkshire Terrier usw.

 

Haarkleid mit Unterwolle:

Die tote Unterwolle sollte 1-2 mal im Jahr mittels eines sogenannten “cardings”
entfernt werden, dadurch kommt Luft an die Haut, die abgestorbenen Haare
werden entfernt, die neuen Haare können besser nachwachsen und die natürliche
Luftzirkulation erleichtert es Ihrem Hund heiße und kalte Temperaturen richtig
zu regulieren.

Hunde mit diesem Felltyp besitzen langes, dichtes und wolliges Fell. Sie sollten keinesfalls heruntergeschoren werden, da die Unterwolle schneller wächst wie das pigmentierte Deckhaar und somit den “Schafeffekt” hervorruft. Das Fell wird farblos, matt, glanzlos, stupf und vorallem noch dichter als zuvor und bietet dem Hund max. in den ersten 2 Wochen nach der Kurzschur (5mm,3mm) Erleichterung, wächst die Unterwolle erstmal nach, wird die Temperaturregelung negativ beeinflusst und dem Hund (aber auch Katzen) wird noch viel heißer. Dieses Haarkleid sollte mind. 2 mal im Jahr (Frühling, Herbst) mittels eines “Cardings” von der abgestorbenen Unterwolle befreit werden. Nur dies bietet dem Hund wirkliche Erleichterung, die Haut kann atmen und bleibt gesund.

Rasse mit diesem Fell: Berner Sennen Hund, Neufundländer, Chow-Chow, Shar Pei, Spitz, Australian Shepherd, Collie uvm….

 

Ausnahmen:

Ausnahmen für jegliche Felltypen bildet die medizinische Komponente. Ist es zB. notwendig Salbe auf die Haut aufzutragen, bleibt nur eine Rasur der Stellen oder des Hundes. Ebenso bei starken Entzündungen, Verletzungen oder vor Op`s. Auch alten Hunden ist damit ein gefallen getan, denn das lange stehen, die Aufregung beim Carding (als auch beim trimmen) ist zu anstrengend. Allerdings sollte man gut abwägen, ob sie körperlich dessen noch gewachsen sind. Das Scheren ist in diesem Fall das kleinere Übel !

 

Katzen:

Wie jeder Katzenbesitzer sicherlich schon bemerkt hat, sind unsere lieben Stubentiger manchmal alles andere als freundliche Zeitgenossen. Die Katze betrachtet den Menschen wie gerne bezeichnet als “Personal”, dem entsprechend duldet sie es in den wenigsten Fällen, dass dieses eben genannte “Personal” befugt sei, ihr Fell zu bürsten. Gerade bei den langhaarigen, sowie bei den übergewichtigen Katzen (aber auch bei den Alten/Kranken) ist es deshalb trotzdem notwenig nachzuhelfen. Denn sie sind meisten körperlich gar nicht mehr in der Lage ihr Fell ausreichend zu pflegen.

Bei langhaarigen Katzen ist die Masse an Fell einfach zu viel. Sie bekommen gerade beim Fellwechsel oft Probleme mit Bezoaren (Fellverklumpung, diese sind nicht verdaulich) welche verheerende Probleme hervorrufen können, wie z.B. Verstopfung.

Bei zu dicken Katzen ist leider nicht das Tier Hauptursache für die Probleme. Durch das Übergewicht kommt die Katze nicht mehr an die hinteren Körperregionen und ist auch oftmals zu faul geworden (durch die Anstrengung beim drehen), somit bilden sich dort meist Hautprobleme und Juckreiz.

Das Fell sollte nur in Notfällen heruntergeschoren werden (siehe Felltypen -> Hunde mit Unterwolle) wenn es die Katze erlaubt, sollte ein “Carding” völlig ausreichen um die Haut und auch das Fell zu pflegen und gesund zu halten.

Gerne bin ich bereit, in Absprache mit Ihrem Tierarzt (sollte es nicht möglich sein Ihren Stubentiger im Salon von seiner Unterwolle/Verfilzungen zu befreien) einen Termin zu vereinbaren und dies in Narkose zu erledigen (auch für Hunde)!

Denn Fakt ist: Alles ist besser, als gar nichts tun!

 

Nager:

Auch unsere kleinen Freunde verdienen ausreichende Fellpflege. Gerade im Sommer kommt es (oft bei Kaninchen) durch Erkrankung, falsche Ernährung, Haltung/Hygiene zu Durchfällen und somit oft zu einer sogenannten “Myiasis”, bei welcher sich Larven in diese Regionen (vorwiegend Afterregion) setzen und in das Gewebe der Tiere eindringen. Im schlimmsten Fall kommt er zur Einschläferung. Um dies zu verhindern, ist es wichtig Kaninchen, Meerschweinchen usw. vor Verfilzungen zu schützen und regelmäßig zu pflegen! Auch ist es sinnvoll gerade bei den älteren Tieren die Unterwolle auszubürsten.

Bei weiteren Fragen zu den jeweiligen Rasse- und Felltypen sprechen Sie mich einfach an, ich berate Sie gerne und stehe Ihnen mit Rat und Tat zur Seite!

couple of guinea pig (3 years old)